Hinweise für Betroffene der Corona-Pandemie

Die Regierungen von Bund und Ländern stemmen sich mit aller Kraft gegen die Auswirkungen der Corona-Krise. Neben der Eindämmung der Virusausbreitung geht es aktuell in erster Linie darum, die kurzfristige Liquidität der Betriebe und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern. Hierzu wurden in den vergangenen Tagen als Sofortmaßnahmen eine Vielzahl von Hilfen und Erleichterungen beschlossen, welche wir nachfolgend kurz zusammengefasst haben.

Um Sie bei der Auswahl der für Sie passenden Maßnahmen, bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen und der Formulierung von Anträgen – auch unter diesen besonderen Umständen – unterstützen zu können, haben wir unsere Kapazitäten und Tätigkeiten an diese besonderen Umstände angepasst. Zögern Sie also bitte nicht, bei entsprechendem Bedarf auf uns zuzukommen.

Steuern und Sozialversicherungsbeiträge

Unternehmen, die wegen des Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können aktuell insbesondere folgende Antragsmöglichkeiten in Frage kommen:

  • Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen
  • Stundung fälliger Steuerzahlungen
  • Stundung fälliger Sozialversicherungsbeiträge (Mitteilung des GKV vom 25.03.2020)
  • Fristverlängerung für die Abgabe von Lohnsteueranmeldungen (BMF-Schreiben vom 23.04.2020)
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen

Weitere Informationen und das Formular finden Sie bei der Finanzverwaltung NRW.

Kurzarbeitergeld

Bundestag und Bundesrat haben Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld verabschiedet. Anspruch besteht nun schon dann, wenn mindestens 10 % der Beschäftigten einen Entgeltausfall von mehr als 10 % haben. Außerdem übernimmt die Arbeitsagentur die anfallenden Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 % (bisher mussten Arbeitgeber 80 % davon weiterhin selbst tragen). Und schließlich sollen auch Leiharbeitnehmer in Kurzarbeit gehen können und Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. Weitere Details finden Sie auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit.

Liquidität

Das Soforthilfeprogramm Corona des Bundes sieht für Kleinunternehmen direkte Zuschüsse in Höhe von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro vor. Die Landesregierung von NRW stockt das Programm noch einmal auf und unterstützt über die NRW-Soforthilfe 2020 Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten mit 25.000 Euro. Die elektronischen Anträge stehen den Betroffenen ab dem 27.3.2020 auf der Seite WIRTSCHAFT.NRW zur Verfügung.

Die Bundesregierung hat eine im Volumen unbegrenzte Zusage für Kredite durch die KfW zur Liquiditätsausstattung der Betriebe gegeben. Die KfW stellt ab sofort ihre bestehenden Programme zu verbesserten Bedingungen zur Verfügung. Dazu gehört insbesondere eine Übernahme des Kreditrisikos für die durchleitenden Banken von bis zu 100 % des Kreditvolumens. Diese sind – wie bisher - über die zuständigen Hausbanken zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen.

Bonuszahlungen an Beschäftigte

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuerfrei auszahlen oder als Sachlohn gewähren. Voraussetzung ist, dass Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Folglich kann dieser Freibetrag grundsätzlich auch für derartige Zuwendungen genutzt werden, welche nicht unmittelbar im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie stehen. Weitere Informationen hierzu finden sie in dem Schreiben des BMF vom 09.04.2020.

Insolvenzpflicht

Um zu vermeiden, dass Unternehmen allein aufgrund der Corona-Krise einen Insolvenzantrag stellen müssen, soll durch eine Gesetzesänderung vorerst bis zum 30. September 2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden. Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen oder ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen. Weitere Details hierzu finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz.

Weitere Hinweise und Antragsformulare finden Sie auf folgenden Internetseiten:

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